Der entscheidende Fortschritt in der Bemalung kam ab 1720 durch J.G.Hörold.
Er entwickelte Farben mit emailleartigem Glanz. Bis in die 50er Jahre erzeugten
die Porzellanmanufakturen ihre Farben selber.
Sie griffen dabei meist auf Metallerze zurück, die in der näheren
Umgebung gefunden wurden. Das von dem irischen Graveur John Brooks erfundene
Umdruckverfahren, das sich die Firma Sadler & Green in Liverpool im Jahre
1752 patentieren ließ, vebreitete sich von England aus nach Berlin (1810)
und Meißen (1814).
Zusammen mit der Verbilligung der Golddekoration ermöglichte dies den Porzellanfabriken,
der Konkurrenz des Steinguts wirksam zu begegnen.