Ließ die Aufnahme des Marktes wie um 1892 aufgrund der verstärkten Kaufkraftschwäche nach, so hatte das fatale Konsequenzen für die heimische Industrie.

Das daraus resultierende Überangebot konnte dermaßen die Preise senken, dass nur rationelle, also industriell weit fortgeschrittene Unternehmen, die billig produzieren konnten, überlebten.
Die zum Großbetrieb herangewachsene Porzellanmanufaktur der Gebrüder Bauscher hatte seit 1891 Absatzschwierigkeiten und musste bis 1893 deshalb kurzarbeiten.

Das Überleben der Porzellanindustrie war im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Ereignissen deshalb gelungen, weil zum einen neben der kontinuierlichen industriellen Entwicklung die Produktionskosten gleich geblieben waren und zum anderen durch die Integration des Rohstoffabbaus und der Rohstoffaufbereitung in das Unternehmen der Zwischenhandel ausgeschaltet werden konnte.

Weiterhin wurden die für die Instandhaltung notwendigen Teile so weit wie möglich aus eigener Hand gefertigt. So stellten zahlreiche Unternehmen der Porzellanindustrie den größten Teil der von ihnen benötigten Schamottematerialien für Reparaturen ihrer Öfen sowie Kapseln in ihren eigenen Fabriken her.

Sie machten sich von anderen Unternehmen unabhängig. Die negative Auswirkung der industriellen Entwicklung machte sich insofern bemerkbar, dass kleine, ehemals erfolgreiche Betriebe wie die Tonwarenfabrik Thenn in Regensburg ihre Produktion einstellen mussten.
Erste Kaufkraftschwäche
Der erste Betrieb
Standortfrage
Absatzschwierigkeiten
Die neue Energiequelle
Kunst wird zum Design
Erste Porzellanfarben
Die Gründer-Periode
Aus den IHK-Berichten
Neue Verkehrsmittel
Billigimporte
Kaufkraftschwäche
Zur Jahrhundertwende