Das Hauptabsatzgebiet der Porzellanindustrie um 1806 war der Orient, während
die lokale Nachfrage mit Fayence- und Steingutprodukten befriedigt wurde.
Am Porzellan kann man verfolgen, wie aus einem exklusiven Produkt für wenige
durch die industrielle Entwicklung, duch allmähliche Verbilligung der Produktion
die Erzeugnisse zu einem allgemeinen Bedürfnis wurden.
Sobald die Produktion aufgenommen wurde, zeigte sich noch bis zur Jahrhundertmitte,
dass die Nachfrage fehlte. Ursachen waren neben der Neuheit des Fabrikates,
die anfänglich ziemlich hohen Preise, die geringe Kaufkraft weiter Schichten
sowie deren Bedürfnislosigkeit.
Die Regensburger Porzellan- und Steingutfabrik unter der Leitung von Koch musste
nach 7 Jahren nach der Betriebsaufnahme die Produktion auf Steingut umstellen,
da dieser Bereich einen ungeahnten Aufschwung erlebte.
Die Kombination aus Porzellan- und Steingutfabrik, die man auch leicht an Hand
der Firmennamen erkennt, ermöglichte es dem Unternehmen einen breiteren
Kundenkreis anzusprechen. Schnell wurden die Vorteile des Porzellans gegenüber
des Tonscherben erkannt:
Das Aussehen und die Haltbarkeit des Porzellan lösten ab den 50er Jahren
eine erhöhte Nachfrage nun auch bei der breiten Bevölkerung aus. Sie
schaffte die Grundlage für Gründung neuer Unternehmen.