Nach der Beendigung des deutsch-französischen Krieges im Jahre 1870 und mit Beginn der 3. Periode setzte mit der allgemeinen Industrialisierung Deutschlands die sogenannte "Gründer-Periode" ein, die auch auf die oberpfälzische Porzellanindustrie übergriff.

Die Industrialisierung wirkte sich in der Weise aus, dass sich Fabriken einerseits aus kleinen Porzellan-Malereibetrieben entwickelten, andererseits machten sich ehemalige Porzellanarbeiter selbständig, gründeten zuerst Malereibetriebe oder konnten mit der Finanzierung Dritter bereits von Anfang an größere Betriebe enstehen lassen.

Die Unternehmer-Interessen wurden ab 1880 durch Zusammenschluss in Verbänden vertreten. Während bei der industriellen Entwicklung der technologische Ablauf grundsätzlich gleich blieb, wurden die Antriebsformen stark beeinflusst. Als typische Antriebskräfte galten Pferdegöppel, Wasserkraft, zum Ende des 19. Jahrhundert die Dampfmaschine.

Dies ermöglichte die Bodenentfremdung der Porzellanindustrie, da sie in Verbindung mit der mittlerweile guten Verkehrsanbindung nicht mehr an die Roh- und Betriebsstofflager (Brennmaterial) der Oberpfalz gebunden war.

Auch für die Feuerungseinrichtungen der Öfen ist eine Entwicklung Holz, Kohle und Gas erkennbar.
Die Gründer-Periode
Der erste Betrieb
Standortfrage
Absatzschwierigkeiten
Die neue Energiequelle
Kunst wird zum Design
Erste Porzellanfarben
Die Gründer-Periode
Aus den IHK-Berichten
Neue Verkehrsmittel
Billigimporte
Kaufkraftschwäche
Zur Jahrhundertwende